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Portalseite für Medikamenten- und Arzneimittel-Versandhandel.

Rechtsgrundlagen

Vorraussetzungen für den Aufbau und Betrieb der eigenen online-Apotheke

Als Apotheker bzw. Apothekerin mit einer eigenen Apotheke hat man bereits den gößten Teil aller Vorraussetzungen erfüllt. Personal ist vorhanden, über den Großhandel kann geordert werden, Wissen und Erfahrung im Umgang mit Arznei ist selbstverständlich.
Nun will man sich einer größeren Kundengruppe über das Internet öffnen.

Der erste Schritt dazu ist die Einholung der Erlaubnis der zuständigen Aufsichtsbehörde. Vom zukünftigen Shop-Betreiber fordert das Apothekengesetz unter anderem:

1.) Dass zusätzlich zum online-Shop eine Offizinapotheke geführt wird. - Was kein Problem darstellen dürfte, schließlich besitzt man eine.

2.) Dass man auch über den Versandweg das Vollsortiment anbietet. (Lesen Sie hierzu auch “Kontrahierungszwang”)

3.) Die zu versendenden Arzneimittel müssen sicher verpackt sein. Bei entsprechenden Produkten muß der Logistiker in der Lage sein, die Kühlkette einzuhalten. Ferner muß eine Transportversicherung bestehen. Viele Logistiker bieten diese im Zusammenhang mit dem Versand von Medikamenten an.

4.) Es muß sichergestellt sein, daß nach Eingang der Bestellung spätestens am 2. Tag der Versand erfolgt. ACHTUNG: Bei der Bestellung von rezeptpflichtigen Medikamenten gillt dies ab dem Tag des Rezepteingangs in der Apotheke.

5.) Eine Patientenberatung muß gewährleistet sein. Wenn ein Patient Fragen stellt, sei es telefonisch oder per E-Mail, muß kompetent darauf geantwortet werden. Wenn Produkte bestellt werden, deren Wirkungsweise einander beeinflußt, können Sie als Apotheker/in Ihr Fachwissen ausspielen und beweisen, wie gut Ihre Kunden bei Ihnen aufgehoben sind. – Ein neuer Stammkunde ist Ihr Gewinn!

Was sich aus diesen übersichtlichen Punkten für die online-Apotheke ergibt und worauf Sie noch achten sollten:

Die Annahme von Aufträgen:
Zusätzliche Arbeitskraft wird nötig sein, will (und muß) man eingehende Aufträge so schnell wie möglich bearbeiten.

Die Sicherheit:
Nicht nur die Sensibilität der Kundendaten, auch das Problem von Viren im Netz macht einen mit FireWall gesicherten Server und SSL-verschlüsselten Datentransfer notwendig. Achten Sie bei der Wahl Ihres Apotheken-Shop-Anbieters darauf.

Der Versand:
Der Versand spielt beim Versandhandel natürlich ein große Rolle. Vergleichen Sie mit dem Wissen um die gesetzlichen Vorraussetzungen Leistungen und Preise. In Frage kommende Logistiker finden Sie auf diesem Portal unter dem Menüpunkt “Adressen zum Thema”.

Die Bezahlung:
Gängige Bezahlarten sind Kreditkarte, Nachname, Rechnungsstellung und Vorauskasse.
Die Zahlung per Kreditkarte wird vom Kunden akzeptiert, jedoch fallen für die Apotheke Gebühren an, die wieder einen Teil der knapp kalkuierten Marge auffressen. Außerdem: Nicht jeder Kunde besitzt Kreditkarten.
Die Zahlung per Nachname ist ebenfalls als gängige Bezahlart beim Kunden akzeptiert. Hier sind jedoch höhere Kosten zu berücksichtigen. Im Allgemeinen ist der Kunde aber bereit, die höheren Gebühren zu zahlen.
Die Form der Rechnungsstellung ist mit Vorsicht zu genießen. Unter Umständen muß man seinem Geld ewig hinterherlaufen. Daher eignet sich diese Form nur für Geschäftskunden, die bereits bekannt und vertraut sind.
Die Form der Vorauskasse ist natürlich die beim Kunden am wenigsten beliebte Art der Bezahlung. Geld zu überweisen für etwas, was man noch gar nicht hat, ist immer schwer zu akzeptieren.