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OTC-Markt wächst um 50 Prozent bis 2010
Feb 13, 19:45

Laut aktuellem Pharma-Relations Newsletter (www.pharma-relations.de) wird der Trend zur Selbstmedikation weiter anhalten:
“Immer mehr Deutsche gehen immer seltener zum Arzt, sparen die Praxisgebühr und verabreichen sich stattdessen selbst Medikamente. OTC-Präparate erreichten im letzten Jahr bei Apotheken insgesamt ein Umsatzvolumen von rund sechs Milliarden Euro (2004: 5,8 Mrd. Euro/744 Mio. Packungen). Wie die Wiesbadener Marketingberatung UGW in einer aktuellen Studie analysiert, wird für den deutschen Selbstmedikationsmarkt bis 2010 mit einem Wachstum von bis zu 50 Prozent gerechnet. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei neben Erkältungspräparaten, Verdauungs- und Schmerzmitteln auch Lifestylemedikamente wie “Fat-Burner”, Antifaltenmittel oder Antidepressiva.” – so Pharma Relation.

Eine Entwicklung, die verständlich und nachvollziehbar ist. Die Eigeninitiative und die Bereitschaft privates Geld für die Gesundheit auszugeben steigen, während gleichzeitig die soziale Schere weiter auseinander geht.

Wir fragen uns nur, über welchen Kanal diese Produkte verkauft werden. Ist heute die klassische Apotheke der Vertriebsweg Nr 1, so stellt der Versandhandel gerade in Punkto “Lifestyle”-Produkte eine klare Alternative dar. Vor allem, wenn man die technische Entwicklung und die Verfügbarkeit in einigen Jahren prognostiziert. Wenn Versandhandelsangebote bequem auch mobil bestellt werden können oder das Internet am Fernseher “hängt”.

Der Newsletter geht noch weiter: “Über 120 bundesweit befragte Apotheker stützen die Prognose eines drastischen Nachfrageanstiegs bei rezeptfreien Medikamenten. Demnach erwarten 68 Prozent der Befragten bis Ende dieses Jahres eine Absatzsteigerung. Jeder Zweite (56 Prozent) rechnet mit zum Teil deutlich anziehenden Endverbraucherpreisen. Rund ein Drittel der Apotheker hält 2006 Steigerungen bei Absatz und Preisen von jeweils über drei Prozent für realistisch.”

Auch diese Entwicklung ist verständlich: während die Politik über die Senkung der Arzneimittelpreise diskutiert und die Rabatte für RX Produkte streichen will, suchen die Apotheken nach neuen Einnahmequellen.

Nur wird hier nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht? Denn letztenendes werden Kunden bei steigenden Preisen verstärkt auf die Kosten schauen. Auch hier wird sich der Wettbewerb verstärken und die Vergleichbarkeit des Internets ihre Vorteile ausspielen. Schon heute sind die Preisvorteile im Versandhandel massiv und gerade dem jüngeren Klientel bewusst.

Wir warten gespannt…



Autor: Jan Tittelbach